2013 gründete Rosa Kolm aus einer persönlichen Notsituation heraus den Verein «Zuger helfen Zugern». Mit dem Ziel, bedürftige Menschen in der Region Zug schnell und unbürokratisch zu unterstützen, startete sie zunächst eine Facebook-Gruppe, die schnell Anklang fand.
«Die ursprüngliche Idee der Gruppe war, dass man noch brauchbare Dinge weiterverschenkt, statt sie wegzuwerfen, oder dass man selbst nach Sachen suchen kann», erzählt sie. Bald kamen Geld- und Lebensmittelspenden hinzu, die sie persönlich an Hilfesuchende übergab. Um die steigenden Spenden korrekt zu verwalten, gründete sie schliesslich den Verein und beantragte die Steuerbefreiung.
Werte, die den Verein leiten
Nächstenliebe, Empathie und Nachhaltigkeit prägen die Arbeit des Vereins. Alle Spenden kommen direkt den Bedürftigen zugute, die Organisation arbeitet rein ehrenamtlich. «Ich war überzeugt, dass es in Zug Menschen gibt, denen es finanziell gut geht und die gerne helfen würden, wenn sie wüssten, wie sie die Bedürftigen erreichen», sagt die Vereinsgründerin.

Urteile nie über Menschen, wenn du ihre Geschichte nicht kennst.
Rosi Kolm, Gründerin Verein «Zuger helfen Zugern»
Mut, sich einzusetzen
Mut bedeutete für Rosa Kolm, die eigene Komfortzone zu verlassen. Statt in Selbstmitleid zu versinken, entschied sie sich, aktiv etwas zu tun. Dazu gehörte nicht nur die Gründung des Vereins, sondern auch der Schritt, für sich selbst Unterstützung bei einer Budget- und Schuldenberatung zu holen.
Bewegende Geschichten
Dankbarkeit und Solidarität prägen die Arbeit von «Zuger helfen Zugern». Besonders bewegend war eine Szene bei der ersten Weihnachtsaktion: Eine Mutter ohne Winterjacke erhielt spontan die Jacke einer anderen bedürftigen Mutter. Ebenso beeindruckend war die Unterstützung nach einem Hausbrand in Allenwinden, wo die Gruppe eine Notwohnung komplett einrichtete.